Gemeinde Wilchingen



Rebjahr

Rebstöcke in der Winterruhe

Januar / Winterruhe
Zweite Monatshälfte: Schneiden der Reben beginnt

Kompostierung (Ausbringen von Grünkompost zur Bodenverbesserung)

Rebstöcke mit Rebschnitt

Februar / Rebschnitt (vorherrschend Drahtanlagen)
Die Reben werden auf zwei Halbrundbogen zurückgeschnitten mit je sechs bis sieben Augen.
Reservezapfen: Zur Erhaltung des Gerüsts zwei Reservezapfen, mit je zwei Augen,
aus deren Trieben nächstes Jahr Tragelemente und Reservezapfen formiert werden
Frostreserve: Einen Trieb unbeschnitten stehen lassen, durch die Mehrbelastung wird der Austrieb verzögert Rebholz wegräumen oder maschinell zerhacken

Weinbäuerin beim Anbinden der Reben

März / Beginn der Vegetation
Das Rebgerüst muss in Stand gestellt werden Pfählen und Draht spannen Anbinden der Reben Beginn der Bodenarbeit: Düngen und Spaten. Setzen von Jungreben.

Rebzweig
  • Rebzweig mit Austrieb
  • Rebzweig mit Austrieb

April / Rebaustrieb
Austriebspritzung gegen Kräusel- und Pockenmilbe im
Grünpunktstadium der Knospe Boden bearbeiten und düngen Frostschutz anbringen.

Rebstöcke in der Vorblüte

Mai / Vorblüte
Nach der Frostgefahr Frostreserven wegschneiden.
Erste Laubarbeiten: Ausbrechen von Jungtrieben aus Nebenaugen, Entfernen von Wasserschossen aus dem alten Holz, Ausbrechen von zu eng stehenden Hauptaugen
Falscher Mehltau bekämpfen.

Rebstöcke in der Blüte

Juni / Blüte
Laubarbeiten: Befestigen der langen Triebe mit Ringen. ca. die Hälfte der Schosse zwischen die Drähte einschlaufen, den Rest der Triebe einkürzen (verzwicken), Ausbrechen der Geiztriebe in der Traubenzone.
Falscher Mehltau bekämpfen, Kontrolle auf Heuwurm und Spinnmilben
Bodenbearbeitung: Mähen, Boden lockern und Schwemmgräben öffnen.

Rebstöcke in der Nachblüte

Juli / Nachblüte, Trauben hängen am Monatsende
Laubarbeiten: Lange Geschosse etwa Mitte Monat oben abnehmen (ca. 20 cm über letztem Draht. Verhinderung der Dachbildung/ Beschattung).
Jakobitag, 25. Juli: Trauben sollen hängen.
Bodenbearbeitung: Mähen und Ausbringen von Stroh.
Falscher Mehltau bekämpfen

Rebstöcke mit sich verfärbenden Trauben

August / Trauben verfärben sich
Auslauben (Traubenzone freimachen): Zwecks besserer Durchlüftung der Traubenzone und besserer Abtrocknung der Trauben im Herbst.
Bodenberarbeitung: Mähen.
Falscher Mehltau und eventuell Botrytis sowie Rote Spinne bekämpfen.

Rote Trauben

September / Die Spannung steigt
Trauben vor Schädlingsfrass (Vögel, Dachs, Fuchs und Wespen schützen). Spannen von Netzen.
Aus Qualitätsgründen den Fruchtansatz regulieren.
Traubenhüter macht Jagd auf Traubendiebe.
Vorbereiten der Lese.

Messen der Oechslegrade mit dem Refraktometer

Oktober / Weinlese
Bezahlung qualitätsbezogen. Nebst dem Wetter bestimmen die Oechsle-Grade den Erntezeitpunkt. Messung mit Refraktometer.
Es stehen für die Weinlese nur wenige Tage zur Verfügung: Wer zwei Hände und Beine hat hilft mit.
Nach der Weinlese: Anhäufeln der Jungreben, Ringe abnehmen, Altbestände roden.

Trauben in Sammelbehältern
Abgeernteter Rebstock

November / Zahltag und Wilchinger Märkt
Junger Wein liegt im Fass.
Kompost ausführen.
Um den 20. November erhalten die Rebleute den wohlverdienten Zahltag.
Das schönste Fest im Jahr ist der Wilchinger Märkt. 

Rebstöcke in der Winterruhe

Dezember / Winterruhe
Misten, tiefpflügen des Bodens für Neuanlagen   

 

 

Die Fotos wurden von der Informationsstelle, Zürcher Wein, freundlicherweise zur Verfügung gestellt.