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26.11.2010
Stellungnahme des Gemeinderates: Revision 2010/2011 des kantonalen Strassenrichtplans; Vernehmlassung

Sehr geehrter Herr Regierungsrat Dr. R. Dubach

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Gemeinderat der Gemeinde Wilchingen nimmt zu der den Vernehmlassungsadressaten am 17. September 2010 zugestellten Vernehmlassungsvorlage Stellung.


1.  K71 Wilchingen: Streichung Umfahrung Wilchingen (Aufhebung)

Die Teilumfahrung der Gemeinde Wilchingen muss im kantonalen Strassenrichtplan 2010/2011 verbleiben.

Wenn die Lastwagenfahrten von und zu dem Kieswerk AG E. Hablützel + CO, dem Beton Elementwerk Külling AG, der Tübbingfabrik AG E. Hablützel + CO und weitere transportintensive Tätigkeiten im nördlichen Klettgau (Hallau, Oberhallau) weiter zunehmen, braucht Wilchingen eine Teilumfahrung zur Entlastung der Anwohner der Dorfstrasse vom Schwerverkehr.

Wird die Dorfstrasse vom „Schöneck“ bis Ende „Gass“ in eine Wohnstrasse umgenutzt und nachhaltiger Wohnraum im Ortskern von Wilchingen geschaffen, kann dies nur in Kombination mit der Teilumfahrung von Wilchingen realisiert werden.

Der Raum für die Teilumfahrung ist in den Zonen- und Nutzungsplänen der Gemeinde Wilchingen wirksam gesichert. Bei einer Streichung (Aufhebung) der Umfahrung von Wilchingen aus dem kantonalen Strassenrichtplan würde diese Sicherung zusätzlich in Frage gestellt und damit der Wille der Wilchinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger missachtet.

Die Bemerkung, dass eine Umfahrung den Wilchinger Dorfkern nicht wesentlich entlastet, ist mit der zunehmenden Belastung durch den bereits erwähnten Schwerverkehr widerlegt.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss langfristig in die Betrachtungen der besseren und urbanen Nutzung des Ortskerns mit einbezogen werden. Damit ist auch dieses Argument stark relativiert.

2. Neue Führung Radweg Unterneuhaus – Wilchingen (Änderung)

Die geplante neue Führung des Radweges zwischen Unterneuhaus und Neunkirch wird begrüsst.

3. Radweg Osterfingen - Jestetten (Neuaufnahme)

Die Linienführung des bestehenden Radweges im Bereich Osterfingen - Bad Osterfingen – Wangental (mit grossen Höhendifferenzen) sollte geändert werden.

Eine Linienführung  parallel der H71 wäre prioritär zu prüfen. Gleichzeitig sollte dieser Radweg auf der südlichen Talflanke des Wangentals am „See“ und am Zollhaus vorbei als internationale Radwegverbindung zwischen dem Rhein und dem Klettgau verbunden werden. Mit einem solchen, durch das schöne Wangental vorbei an „Natur pur“ führenden Radweg, kann der Langsamverkehr touristisch stark aufgewertet werden. Dabei verweisen wir auf die Gespräche dieses Sommers mit Bürgermeisterin Ira Sattler, Bürgermeister Gerhard Riedmüller, Gemeindepräsident Hans Rudolf Meier, einer Vertretung des Strassenbauamtes Bad Säckingen und Peter Eberlin des Tiefbauamtes des Kantons Schaffhausen, im Rahmen des Projektes PREWO.

Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass im Zuge dieser Strassenrichtplan Revision dem Radweg „Wangental“ eine wesentlich grössere Priorität gegeben werden muss.

Sehr geehrter Herr Regierungsrat, sehr geehrte Damen und Herren basierend auf den o.e. Erläuterungen und Argumenten bittet Sie der Gemeinderat, die Umfahrung Wilchingen im Strassenrichtplan 2010/2011 zu belassen, den Radweg „Wangental“ im Bereich Osterfingen – Bad Osterfingen anzupassen und ihn als internationale Verbindung zwischen dem Rhein und dem Klettgau ins Radwegnetz aufzunehmen.

Vielen Dank für die Würdigung unserer Wilchinger Anliegen.

Mit freundlichen Grüssen

Gemeinderat Wilchingen

Hans Rudolf Meier                         Luc Schelker

Gemeindepräsident                       Gemeindeschreiber