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24.11.2011
Wilchingen hat einen neuen (Winzer) König

Am Samstag wurde in der Kellerei Hedinger in Wilchingen der „Winzer des Jahres 2011“ feierlich erkoren. Mit einem Wanderpokal, einer Urkunde und Blumen ehrte der Präsident der Rebbaugenossenschaft Wilchingen, das neu amtierende „Königspaar“.

 

sgh. Auf ein ungewohntes Rebjahr wurde anlässlich der Verleihung des Titels „Winzer des Jahres 2011“ am vergangenen Samstag, in Wilchingen zurückgeblickt. Die Wetterverhältnisse sorgten in diesem Jahr für Aufregung. „Wir haben allen Grund zu danken, dass es uns so gut geht“, stellte Christophe Külling, Präsident der Rebbaugenossenschaft Wilchingen, zu Recht fest. Denn nach langer Trockenheit im Frühling sorgten zwei Hagelfronten im Sommer für Sorgenfalten auf des Rebbauers Stirn. Mit einem blauen Auge davongekommen seien die Wilchinger, denn am Wilchingerberg zog die Front nahezu vorbei. Lange vor dem ersten Herbstsonntag, nämlich am 8. September fuhren die ersten Zuberwagen in den Berg, um mit der Ernte zu beginnen. Das Traubengut konnte bei sonnigem, warmem Spätsommerwetter eingebracht werden und das geerntete machte Freude. Mit dem Durchschnittswert von 103 Oechslegraden, wurde in Wilchingen das höchste Resultat des ganzen Kantons erzielt. Christophe Külling dankte in seiner Laudatio allen Rebbauern für ihre gute Arbeit, die solch ein ehrenvolles Resultat erzielte. Ein Rebbauer konnte besonders zufrieden auf seine Arbeit zurückschauen. Zusammen mit seiner Frau Liliane wurde Heini Meier mit dem Titel „Winzer des Jahres 2011“ geehrt. Mit 113 Oechslegraden erzielten sie am 6. Oktober den höchst gemessenen Wert im Dichterdorf. „Das höchst gemessene Oechslegrad Resultat während der Haupterntezeit muss in einer Stande gemessen sein, die mindestens 400 Kilogramm auf die Waage bringt. Ausserdem muss das Traubengut aus integrierter Produktion stammen und auf Wilchinger Gemarkung gewachsen sein“ erläuterte Christophe Külling die Kriterien, die zum Titelanspruch erfüllt sein müssen. „ Dass man nicht gelernter Winzer oder Landwirt sein muss um dieses hohe Ziel zu erreichen, zeigt sich dieses Jahr“, fuhr Külling fort, „ als gelernter Maurer, Polier und Geschäftsmann wusste Heini schon früh, dass exakt gearbeitet werden muss. Das bezahlt sich im Beruf, oder nun in diesem Fall im Hobby aus.“  Von seinem Vater hatte Heini Meier 20 Aren Reben in der Buebehalde übernommen und bewirtschaftet diese zusammen mit seiner Frau Lilian gewissenhaft und mit viel Freude. Nun dürfen sie, eingraviert auf dem Wanderpokal, den höchsten Titel im Wilchinger Rebbau für ein Jahr tragen.