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27.08.2010
Einweihung Erweiterung Altershaamet und Neubau Alterswohnungen

Die erweiterte Altershaamet und die Alterswohnungen in Wilchingen wurden feierlich eingeweiht

Am vergangenen Samstag wurde der Neubau offiziell der Stiftung Altershaamet, die den Auftrag hat, das Heim zu führen und zu betreiben, übergeben.

sgh. Die geladenen Gäste, die zum grössten Teil aus Persönlichkeiten der Politik und Anwohnern bestanden, wurden von Gemeindepräsident Hansruedi Meier eine halbe Stunde vor dem offiziellen Festakt begrüsst und anschliessend von Heimleiter Hans Erni auf einem geführten Rundgang durch den Neubau mit dem entstandenen Bauwerk vertraut gemacht. In der letzten freien Wohnung durfte man einen Augenschein über die Wohnverhältnisse in den Alterswohnungen nehmen. Der grosszügige Wohnraum dient natürlich auch der eventuellen Pflege, die ebenfalls in den Alterswohnungen in Anspruch genommen werden kann. In den Zimmern und in der Wohnküche befindet sich genügend Platz um nötigenfalls auch ein Pflegebett verschieben zu können. Der Bettenlift, der alle Stockwerke bis zur Tiefgarage miteinander verbindet, wurde seid dem 1. Juni, dem ersten Einzugstermin in den Neubau, gerne immer wieder zum „zügeln“ genutzt. Aber auch seine eigentliche Zweckbestimmung dient dem schnellen Handeln und der Verschiebung eines Bewohners in einer allfälligen Notfallsituation. Zu jeder Wohnung gehört auch ein Abstallplatz in der Tiefgarage, die übers Treppenhaus, sowie auch mit dem Lift zu erreichen ist. Die Wohnungen wurden im Eigentum an Privatpersonen verkauft, drei der Wohnungen hat die Stiftung Altershaamet selber übernommen. In einer Wohnung die der Stiftung Altershaamet gehört, befindet sich eine Pflegewohnung, die vom eigentlichen Heim zur Unterbringung von Heimbewohnern oder aber auch zum vorübergehenden Domizil für Feriengäste genutzt wird. Die Verwaltung sämtlicher, auch der privat verkauften Wohnungen, wurde dem Heimleiter Hans Erni übertragen. Die Stiftung ist hoch erfreut, dass alle Wohnungen einen Besitzer gefunden haben und auch bis auf eine Wohnung, alle bereits bewohnt sind.

Betreute Wohngruppe

Mit der Unterbringung einer betreuten Wohngruppe für demenzkranke Patienten, ist der Baukommission ein ganz besonders gutes Werk gelungen. Nicht nur dem Heim dient diese Abteilung als Gewinn, sondern und vor Allem darf den Patienten hier ein gutes Leben in einem, speziell auf das Krankheitsbild abgestimmten Betrieb, gewährleistet werden. In der betreuten Wohngruppe wurden 12 Zimmer untergebracht, die allesamt Einzelzimmer sind. Das verspricht den einzelnen Patienten mehr Ruhe, als wenn sie in Zweierzimmer untergebracht würden, und nicht zuletzt so auch einen insgesamt ruhigeren Betrieb. Als selbständig geleitete Abteilung, lässt der Tagesablauf des Betriebs auch aufwendige, aber für das Krankheitsbild wichtige Besonderheiten zu. Es gibt in dieser Wohngruppe keine festen Essenszeiten und keine vorgeschriebene Nachtruhe, denn die Patienten, die hier leben, leben in ihrem eigenen Rhythmus. So darf hier jeder dann essen, wenn er es möchte und dann schlafen, wenn er müde ist. Diese Art der Pflege bedeutet natürlich einen gewaltigen Mehraufwand für das Personal, das übrigens nur auf dieser Abteilung der Altershaamet tätig ist. Im Moment sind noch 3 Plätze auf dieser Abteilung frei, die aber sicherlich bald schon besetzt werden, denn diese Form der Betreuung demenzkranker Menschen ist nicht nur vorbildlich, sondern auch einzigartig in der Region. Heute leben bereits 1 Bewohner aus der Stadt Schaffhausen und ein Bewohner aus dem Zürcherbiet in der betreuten Wohngruppe in Wilchingen. Die Abteilung dient der langfristigen Betreuung und wird geschlossen geführt. Man kommt rein, aber nur mit der Eingabe eines Sicherheitscodes wieder raus. Auch der Garten ist mit einem Zaun gesichert, zum Wohl der Patienten, die sich verirren könnten, aber auch zu deren Schutz.

Offizieller Festakt

In einem feierlichen Akt wurde mit den Heimbewohnern und der Dorfbevölkerung zusammen das gelungene Werk offiziell eingeweiht. Gemeindepräsident Hansruedi Meier erinnerte an die Gemeindeversammlung, in der Turnhalle Osterfingen, wo das vorgestellte Projekt von der Bevölkerung abgesegnet wurde, eine gute Lösung für eine zeitgemässe Alterspolitik zu schaffen, die im Schwesternheim nicht mehr gewährleistet werden konnte. Nach dem Spatenstich am 16. Januar 2009 wurden dann die Bauarbeiten im März durch den umgestürzten Baukran für einige Zeit unterbrochen. Der Gemeindepräsident erinnerte dankbar daran, dass niemand bei dem Unglück ernsthaft verletzt wurde. Die versäumte Zeit wurde auch wieder eingeholt und so konnten die Bewohner die geschaffenen Räumlichkeiten in der Wohngruppe und in den Wohnungen am 1. Juni 2010 beziehen. Der Dank des Gemeindepräsidenten richtete sich an den Architekten und die Bauleitung, die gute Arbeit am Bau geleistet haben, den Regierungsrat für die Subventionszahlung, die Anwohner und Bewohner der Altershaamet für den ertragenen Lärm und Staub, der halt bei einem Abriss entsteht, der Age Stiftung für ihren Beitrag und schliesslich allen Einwohnern der Gemeinde Wilchingen, die mit ihrer Ja- Stimme den Neubau ermöglicht haben. Der Architekt, Armin Görner, erläuterte in seiner Ansprache den Werdegang der Planung bis zur Fertigstellung des Gebäudes und übergab statt des Schlüssels, den Heimleiter Hans Erni natürlich schon lange braucht, ein Stück der Tapete, die in der Wohngruppe das Wohnzimmer ziert, als Symbol für eine gute Atmosphäre. Stiftungsratspräsidentin und Gemeinderätin Jasmin Luginbühl freute sich in ihrer Rede, dass der Auftrag der Stiftung durch den Neubau noch besser gewährleistet werden kann und nicht zuletzt, erfreute sie auch die Tatsache, dass alle 3 Wohnungen die der Stiftung gehören, bereits seid dem 1. Juni bewohnt sind. Heimleiter Hans Erni erläuterte den ruhigeren Betrieb, der durch die Schaffung der Abteilung für Demenzkranke entstanden ist. Die Patienten beanspruchen die Nachtwache bedeutend weniger seid dem Umzug, da sie viel besser schlafen, was ein sicheres Zeichen dafür sei, dass sich die Bewohner wohl fühlen. Besonderen Dank sprach H. Erni über den neu entstandenen Gemeinschaftsraum, der im Durchgang zum Neubau entstanden ist aus. Endlich haben die Bewohner einen Raum für ihr morgendliches Programm, das vom Heim angeboten wird und nun auch mehr genutzt wird. Einer der Wohnungseigentümer, Erwin Gysel, der zur Zeit noch im Aargau zu Hause ist, freute sich in seiner Ansprache darüber, dass er das Alter hier in Wilchingen verbringen dürfe, da, wo er auch seine Jugend erlebte. Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel überbrachte der Festgemeinde die besten Grüsse und Wünsche aus dem Rat in Schaffhausen. Sie ging in ihrer Rede auf die Tatsache ein, dass der Kanton Schaffhausen den zweithöchsten Anteil betagter Einwohner habe und dass hier in Wilchingen vorbildlich auf diese Situation reagiert wurde mit der Schaffung von Wohnraum für betagte Mitmenschen.

Der Festakt wurde musikalisch von der Bürgermusik Trasadingen untermalt, die auch am Nachmittag am Jahresfest der Altershaamet für Unterhaltung sorgte. Der anschliessend an den Festakt angebotene Apéro wurde von der Gemeinde Wilchingen offeriert und allseits sehr genossen. Die geladenen Gäste wurden vom Gemeinderat anschliessend zu einem Mittagessen im Restaurant Gemeindehaus eingeladen und liessen dort die Feierlichkeiten ausklingen.