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16.06.2013
Max im Bluesburgunderland

Spätestens mit dem Eröffnungsabend des Traubenblütenfestes in der Osterfinger Bergtrotte entzieht es die offenherzig durch das Schaffhauser Weinjahr Wandelnden dem Wintertrott. Die Reben werden heuer zwar witterungsbedingt mit zwei-drei Wochen Verzug blühen – was aber ein guter Grund ist, bald wieder in blauburgundischen Landen einzukehren, wie in den Ansprachen zum Apéro betont wurde, allen voran von Rosmarie Widmer Gysel als präsidialer Überbringerin regierungsrätlicher Grussworte.


Die Rebbaugenossenschaft Osterfingen hat sich ein weiteres Mal als sympathische Gastgeberin und professionelle Organisatorin erwiesen. In Zusammenarbeit mit der PREWO-Kulturkommission und dem Schaffhauser Blauburgunderland servierte sie Kultur vom Feinsten. Dominik Lehnen und sein Team vom Gemeindehaus Wilchingen garantierten dazu für exquisite Kulinarik. Die Kombination fand offensichtlich Anklang, das Programm sorgte für eine volle Trotte.

Vino Stoll, Präsident der Rebbaugenossenschaft, zeigte sich denn auch sichtlich zufrieden mit dem Abend, der sich in die angestrebte Sensibilisierung für Regioprodukte hoher Qualität einfüge. «Wir können stolz sein auf das, was wir produzieren.» Diese Aussage bezieht sich natürlich nicht nur auf die hervorragende Auswahl von einheimischen Weinen, die zum Viergänger geschenkt wurden. Das einzigartige Ambiente in der Trotte stand nämlich stellvertretend für die umfassende Angebotspalette der Region.

Einen wesentlichen Beitrag leistete Blues Max mit seinem musikalisch magisch in Tasten und Saiten greifenden Trio. Es führte Liedstücke auf, die wie Wein die Seele kitzelten. Solche voller Sprachwitz wie ein spritziger Weisser, andere tiefgründig-hintersinnig wie ein schwerer Roter. Kurz, mit seiner weinseligen Musik brachte Max den Blues auf den Punkt und zeichnete, ohne dies direkt zu beabsichtigen, gekonnt ein Seelenporträt des mit Leben und Reben verbundenen Klettgauers. Wie er so schön sagte: «Blues isch we Wii, me wäiss nöd eso, was usechunnt.»