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04.07.2011
Auf dem Klettgauerhof hat es anlässlich des „hof-theaters“ zünftig „zapzarapt“

Am vergangenen Donnerstagabend war es wieder soweit, das „hof- theater“  gastierte anlässlich der diesjährigen  Tournee erneut  auf dem Klettgauerhof in Wilchingen. Die Gäste genossen das Programm und die Gastfreundschaft der Familie Gysel in vollen Zügen.
  

sgh. „Super, endlich läuft mal wieder was bei uns…“ Die drei Kinder der Familie Gysel freuen sich jedes Jahr auf den Anlass, der nun schon  zum 5. Mal auf ihrem Bauernhof stattfindet. Die kleinste der Dreien wohl auch, weil sie dann immer etwas später ins Bett gehen dürfe, als sonst. Was Regula und Bernhard Gysel, zusammen  mit ihren Kindern und Helfern, an diesem Abend auf die Beine stellen, ist beispiellos. Die Herzlichkeit, mit der der Gast empfangen wird, das vorzügliche Catering und das Angebot, die Gäste mit Taschenlampe zum Auto zu begleiten, sind nur wenige Beispiele, der liebevollen Gastfreundschaft, die den Besuchern zu Teil wird. In der Scheune, die an diesem Abend jeweils zum Theatersaal umfunktioniert wird, dürfen die Gäste auf gemütlich angelegten Sitzrängen aus Strohballen Platz nehmen, um das Schauspiel zu geniessen.



Zapzarap in Aktion........

 

„Zapzarap“, so heisst das Theater/ A-Cappella Quartett, das für die diesjährige Tournee des „ hof-theaters“ ausgewählt wurde. Eine sehr gute Wahl, wie an den Reaktionen der 170 Besucher auf dem Klettgauerhof festgestellt werden konnte. Mit ihrer „Ochsentour“ sorgten die vier ausgebildeten Sänger und Schauspieler für heitere Stimmung in der Scheune. Marion Mühlebach verkörperte die typisch- schweizerische Wirtin, „d`Susle vom Ochse“, die sich beim Betrachten der feinen Damen aus der Stadt sicher ist: „ Euser eine chönnt das au…“. „Hänsel“, der zusammen mit seiner Mutter auf einen Bauernhof lebt und arbeitet, wurde von Jan Hubacher gespielt. Sein grosses Problem besingt er mit dem Lied: „ Alls wo mir i d Finger chunnt, verbricht mer i dä Händ“. Zum Quartett gehört auch die lebensfrohe „Anneli“, die als Magd ihren Lebensunterhalt verdient…und vom richtigen Mann an ihrer Seite träumt. Silvana Peterelli, spielte ihre Rolle ebenso frisch und unterhaltsam, wie Giuseppe Spina, der als Dorfmetzger „Marcello“ seine „Poesia“ aus dem Schlachthaus weitergab. Die Vier fielen vor allem durch ihre Stimmgewalt auf. Ohne instrumentale Begleitung sangen sie bekannte Schweizer Lieder, volkstümliche und moderne, die sie allein durch ihre stimmliche Begleitung untermalten. Ein Fest für die Ohren, denn die Darbietungen waren sensationell. Bei „Bliggs“ Rosalie, trat Giuseppe Spina sogar als Beatboxer in Aktion. Grossartig waren auch die diversen Interpretationen vom Lied „ Dött änne am Bergli…“ Varianten, auf die der Zuhörer nie gekommen wäre, wie Jazz, Pop oder Bossa Nova, begeisterten das Publikum. Erst nach drei Zugaben, entliess das Publikum die Akteure in den Feierabend. Übrigens… unter die Zuschauer mischten sich beim Einnachten noch die Fledermäuse, die in der Scheune hausen, offensichtlich wollten auch sie das herrliche Schauspiel nicht verpassen…