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14.07.2011
Unterwegs mit Lisa Stoll…

Eine grosse Fangemeinde besuchte „ihren“ Star in der Heimat. Dank einer perfekten Organisation, wurde für die vielen Gäste aus der ganzen Schweiz, der Tag ein herrliches Erlebnis.

sgh. Vor dem „Storchen“ in Wilchingen wurde am Sonntagmorgen die Dorfstrasse abgesperrt, damit alle Gäste, die mit Lisa Stoll unterwegs sein wollten Platz fanden zu einem Apéro. Diese Massnahme war auch wirklich nötig, denn Lisa lockte mit ihren Alphornklängen etwa 500 wanderfreudige Fans aus der ganzen Schweiz nach Wilchingen.



Empfangen wurden die Gäste musikalisch von Lisa, die für ihr Spiel auf einem Barriquefass stand. Nach der herzlichen Begrüssung durch Lisas Mutter Virginia und einem kurzen, erfreuten Grusswort des Gemeindepräsidenten Hansruedi Meier machte sich die Menschenmenge auf Richtung Talacker, Chalet Carolein und dann steil bergauf zum Galee. Auf dem wunderbaren Aussichtspunkt staunten die vielen Gäste, die zum Teil erstmals den Klettgau besuchten, über diese wunderschöne Gegend. „Dass es hier so schön ist hätte ich nie gedacht…hier ist man wirklich im Paradies…“ meinte eine Besucherin aus dem Steuerparadies Zug.

Dichter und alt Gemeindepräsident Hans Ritzmann erzählte den Gästen etwas übers „Chläggi“, seine Entstehung, die Leute und die hier betriebene Landwirtschaft, den Wein- und Ackerbau. „Wie ein gutes Stück Fleisch ums Maul des Nachbarn…“, liege Wilchingen zu drei Seiten an der Grenze zu Deutschland. Der "Plomberg", auf dem der Hof von Familie Stoll steht, ist der letzte Hügel, den der Gletscher vor Millionen Jahren zurückgelassen habe, wusste Hans Ritzmann den alpinen Hintergrund der Volksmusikantin zu erklären. Die Wilchinger wären kulturell nämlich gar nicht der Volksmusik zugewandt gewesen,  sondern fürs Dichten und Schreiben. Das dürfte sich aber heute geändert haben. Nach der informativen Rast, galt es das letzte Stück Weg unter die Füsse zu nehmen, bis das Ziel Osterfinger Trotte erreicht wurde.

Die Bürgermusik Trasadingen, zusammen mit der Musikgesellschaft Neunkirch, begrüssten die vielen Leute musikalisch. Lisa, die sich fürs Fest die Wilchinger Sonntagstracht angezogen hatte, liess es sich nicht nehmen, zusammen mit „ihrem“ Verein, den sie als Kornetspielerin unterstützt, zusammenzuspielen, für einmal mit dem Alphorn. Die Appenzeller Kapelle „Moos am Rogge“, sowie die „Geschwister Bucher“, die mit ihrem Jodelgesang Gänsehaut zauberten, vermochten die Fans der volkstümlichen Musik mitzureissen und wurden mit viel Applaus belohnt.

Gespannt warteten die vielen Gäste in der vollbesetzten Trotte und vor der Trotte im gefüllten Festzelt auf die Taufe der neuen CD von Lisa Stoll. „S hät kei älteri me ghaa, drum müend mir…“ das Trio Eugster kam seinen Göttipflichten sehr gut nach und stand der Taufe der CD „Alphornflirt“ gerne als Pate zur Seite. Bevor der Taufakt vollzogen wurde, durfte Lisa in der ersten Reihe Platz nehmen um dem legendären Trio zuzuhören. Obwohl sie eigentlich nicht mehr singen, liessen sich die grossartigen Drei einen Liveauftritt zu Ehren von Lisa Stoll nicht nehmen. Das „Ankebälleli“, „Jetzt mues de Buch weg“ und natürlich „Oh läck du mier am Tschööpli“ erklangen wie wenn sie nie aufgehört hätten. Alex Eugster, freute sich, bereits die zweite CD mit Lisa produziert zu haben, ausserdem hofft er, dass sie sich bald zur nächsten Feier treffen, nämlich dann, wenn Lisa die 1. Goldige bekommt. Nach dem Taufakt, der ganz nach Art Eugster, humorvoll ausging, war Lisa gefordert, denn die CD konnte nicht nur gekauft werden, sondern jede wollte signiert sein.