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29.06.2009
Maria Da Vinci - Festival

Schon zwei Stunden vor der lange angekündigten Sommernacht der Nächte begann sich das grosse Festzelt zu füllen und liess eine heitere Stimmung erwarten. Maria Da Vinci lud nach 2007 zum zweitenmal in ihr Heimatdorf zu ihrem Festival, bei dem sich bekannte Schlagergrössen die Hand reichen sollten. Und die Freunde des volkstümlichen Schlagers diesseits und jenseits der Grenze brauchten ihr Kommen keine Sekunde lang zu bereuen. In aufgeräumter Stimmung kündigte Sepp Silberberger die unermüdlich engagierte Entertainerin in ihrem Heimatdorf an. Ein erstesmal konnte im randvollen Festzelt die Post abgehen. War es vor zwei Jahren Kevin Pabst, der, ebenfalls am Festival anwesend, als Nachwuchstrompeter entzückte, war es diesmal die ebenfalls aus dem Bauern- und Dichterdorf stammende Lisa Stoll, welche als Solistin auf dem Alphorn die Zuhörerschaft begeisterte und zu tosendem Applaus hinriss. Die beiden musikalischen Wilchingerinnen verstanden es, den berühmten Funken direkt auf das Publikum überspringen zu lassen.

Ob besinnliche Alphornklänge, Ballade oder Popsound mit leicht einprägsamen Texten: Spätestens bei den bekanntesten Liedern der quirlig-feurigen Sängerin aus dem Klettgau hielt es keinen der Anwesenden mehr auf den Bänken. Das Festzelt der Blauburgunderland-Arena stand erstmals kopf, und es sollte an diesem herrlichen Sommerabend nicht das letztemal sein. Drei brillante Musiker, 16 Instrumente und eine gewaltige Bühnenerfahrung garantierten danach Gaudi und brillante Volksmusik zum Mitmachen und Mitsingen. Das Trio Alpenland Sepp & Co. brillierte auch beim zweiten Auftritt in Wilchingen in gekonnter Manier, und die tobenden Fans genossen das umwerfende musikalische Feuerwerk mit herrlichen Showeinlagen in einmaliger, humorvoller Präsentation. In keiner Weise hintenan stand danach Diana mit ihren Stimmungsliedern. Die charmante und feurige Innerschweizerin liess es sich dabei nicht nehmen, den direkten Kontakt zum Publikum zu suchen und inmitten ihrer Fans die Stimmung anzuheizen. Um stets auf dem Boden der Realität zu bleiben, absolvieren sie jeweils barfuss auf den Showbühnen ihre Auftritte. Die Schäfer, seit bald zwei Jahrzehnten als musikalische Hirten unterwegs, wichen auch in Wilchingen von ihrem Markenzeichen keineswegs ab. Als top inszenierte Medleys erklangen bestens bekannte Wander- und Volkslieder aus über 1500 Kehlen im bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt. Das bestens gelaunte Quartett verdankte das Mitmachen des Publikums mit weiteren Stimmungsliedern und Balladen zum Mitschunkeln. Das Fest der guten Laune stand nun kurz vor dem Höhepunkt, die Stimmung unter den Fans der Volksmusik begann zu brodeln. Und dann kam er. Von allen kurz vor dem Auftritt erwartet, doch zur Überraschung aller bereits zum Apéro erschienen. Sozusagen auf der Durchfahrt in die verdienten Frankreich-Ferien machte er halt und eroberte die Herzen des Publikums im Sturm. Andy Borg, der Gastgeber des europaweit bekannten Volksmusikspektakels «Musikantenstadl».Mit unglaublichem Charme, Witz und Humor versprühte er Lebensfreude pur, genoss das Bad in der Menge und brachte das Publikum erneut zum Toben. Das Naturtalent bester Unterhaltung übertraf dabei die Erwartung vieler, begeisterte die Fans mit alten Schlagern und neuen Songs, bis das perfekt gelungene Festival mit der Gastgeberin Maria Da Vinci im überraschenden Duett «Adios Amor» für die meisten nach fünf Stunden zu schnell endete. Zum Schlussbild versammelten sich alle Stars noch einmal auf der Bühne und liessen, gemeinsam mit dem begeisterten Anhang, das ewig-sehnsüchtige «Sierra madre del su» erklingen.