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11.09.2012
Offene Jugendarbeit noch im Aufbau

Seit über vier Monaten arbeitet Frank Will als Jugendbeauftragter für die Klettgauer Gemeinden Gächlingen, Hallau, Neunkirch, Siblingen, Trasadingen und Wilchingen. Eine erste Bilanz der offenen Jugendarbeit im Klettgau.

von Hans-Caspar Ryser

Im ehemaligen Postbüro von Wilchingen möchte Will eine Kontaktstelle für die Jugendarbeit aufbauen. Bild Hans-Caspar Ryser

Der Raum im ehemaligen Postbüro von Wilchingen wirkt noch etwas provisorisch und nicht sonderlich einladend. Ein langer Tisch, einige Holzstühle und von Postzeiten her vergitterte Fenster. Damit gemeint ist das Büro des seit Mai 2012 im Klettgau tätigen Jugendbeauftragten Frank Will. In den ehemaligen Posträumlichkeiten sollen multifunktionale Räume, darunter auch eine Anlaufstelle für die Jugendarbeit von Wilchingen und Trasadingen, entstehen. Frank Will möchte zusammen mit dem in Wilchingen wohnenden Modedesigner Wesley Petermann den Raum möglichst einladend gestalten.

Anlaufzeit erforderlich

Wie der Jugendbeauftragte Will den SN gegenüber betonte, müsse das Angebot der Jugendarbeit im Klettgau erst noch seinen Platz finden. Und dazu habe er noch einige Aufbauarbeit zu leisten. «In den ersten Wochen stand für mich das Kennenlernen und die Vernetzung mit den bereits vorhandenen Strukturen in der Jugendarbeit im Vordergrund», erklärte Will. Dazu habe er insbesondere auch mit den lokalen Jugendkommissionen, den Schulen sowie den Betreibern der Jugendtreffs in Neunkirch und Wilchingen Kontakt aufgenommen. Unterstützend wirke er bereits bei der im Juni dieses Jahres neu gebildeten Jugendkommission in Hallau. Nebst der fachlichen Unterstützung berate er die Jugendkommission bei der Suche von geeigneten Räumlichkeiten. Momentan zeichne sich mit dem ehemaligen Mittagstischlokal eine entsprechende Lösung ab. Aus den verschiedenen Kontakten hätten sich denn auch Formen der Unterstützung in der Jugendarbeit für die weiteren Gemeinden herauskristallisiert.

Erste Projekte aufgegleist

Zusammen mit der bereits gut eingespielten Jugendkommission von Neunkirch biete er Unterstützung bei der Organsiation und der Durchführung des Alkoholpräventionstages von Ende September an. Er werde diesen Anlass auch moderieren. Wie Will weiter betonte, sei es ihm ein Anliegen, dass die weiteren fünf Gemeinden einen ähnlichen Stand in der Jugendarbeit erreichen wie Neunkirch. Zurzeit besucht Will Schüler der Oberstufe sowie ab der 5. Klasse Mittelstufe. Wie eingangs erwähnt, werden künftig die umgebauten Posträume im Gemeindezentrum Storchen in Wilchingen als Anlauf- und Kontaktstelle für die Jugendarbeit genutzt. Ab diesem Monat möchte Will für die verschiedenen Altersgruppen beaufsichtigte Angebote organisieren beziehungsweise die dazu erforderliche Unterstützung und die Räumlichkeiten für entsprechende Projekte sicherstellen. Unverändert bestehen bleibe der Jugendtreff «Ventil» für die Jugendlichen der Oberstufe von Wilchingen-Osterfingen. Nebst Hallau und Wilchingen soll auch Neunkirch entsprechende Räumlichkeiten erhalten.

Aufsuchende Jugendarbeit

Bei der mobilen oder aufsuchenden Jugendarbeit haben sich gemäss Will noch keine sozialen Brennpunkte mit dringendem Handlungsbedarf ergeben. «Bei meinen ersten Kontaktaufnahmen reagierten die Jugendlichen überrascht bis skeptisch, da sie mich noch nicht kennen», erklärte Will. Präventiv sei es bereits hilfreich, wenn die Jugendlichen ihn und seine Angebote kennen lernten. Bereits in Kontakt sei Will mit Siblingen, wegen der dort aufgetretenen Vorkommnisse.