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23.04.2014
Kick-off für die Bergtrotte

Spatenstich für die Renovierung und die Erweiterung der Bergtrotte Wilchingen-Osterfingen.

Von links: Ruedi Baumgartner, Beat Hedinger, Hans Rudolf Meier, Peter Trachsler und Timo Batzlen beim Spatenstich für die erweiterte Bergtrotte.Bild rh

Gestern Vormittag erfolgte in Anwesenheit zahlreicher Gäste der Spatenstich für die Renovierung und die Erweiterung der Bergtrotte Wilchingen-Osterfingen.

 

Gemeindepräsident Hans Rudolf Meier begrüsste die Gäste und kam in seiner Rede nochmals auf die Geschichte der Bergtrotte Wilchingen-Osterfingen zurück. Dieser Spatenstich sei der Grundstein zur Erneuerung, zur Revitalisierung und zur Erweiterung für die altehrwürdige Bergtrotte, so Meier. Mit diesem Tag werde die Aufbruchstimmung in der Gemeinde sichtbar und auch erlebbar.

Meier schilderte auch nochmals die einzelnen Renovierungs- und Erweiterungsphasen. 2008 habe bereits eine Projektgruppe die negative Entwicklung analysiert und Vorschläge gemacht, wie man aus dieser Spirale herauskommen könne. «Die Problemerkennung ist mehr als 50 Prozent der Problemlösung», so Meier. 2009 habe der Gemeinderat dem Zürcher Architekten Markus Fischer den Auftrag erteilt, eine  Sicherstellungsdokumentation der Baugeschichte zu machen. Im März 2010 habe man schliesslich einen Kredit von 145 000 Franken aus dem Schwyzer-Stoll-Fonds gesprochen, um einen Wettbewerb zu lancieren. Die Vorgaben seien die Erhaltung der baulichen Substanz sowie eine möglichst sensible Erweiterung der Bergtrotte gewesen. Aus den Wettbewerbsvorschlägen sei der Entwurf des Architekturbüros Spühler-Partner mit dem Projekt «Himmelrich» hervorgegangen. Im Dezember 2011 sei die Stiftung Bergtrotte gegründet worden, mit Beat Hedinger als Präsident. Am 27. April 2012 habe man die Baubewilligung erteilt, und nun sei der Spatenstich erfolgt. In der Zwischenzeit sei man auf Geldsuche gewesen, was heute immer noch der Fall sei. Am 11. Februar seien bereits 80 Prozent der Bauarbeiten vergeben gewesen. Ein grosser Teil der Arbeiten sei übrigens in der Region vergeben worden. Schliesslich bat Hans Rudolf Meier die Anwesenden, hinter das Haus zum «Tatort» zu kommen, um dem Spatenstich beiwohnen zu können.

Erster Bagger am Donnerstag

Der Bauleiter Heinz Lacher von der Firma Reasco aus Neuhausen erläuterte schliesslich noch, wie es genau weitergehe. So wird ab Donnerstag ein Bagger auf der ganzen Länge der Trotte – 40 Meter – Schicht um Schicht den Humus abtragen. Gesamthaft handelt es sich dabei um vier Schichten, die abgetragen werden müssen, um auf die Höhe des bestehenden Bodens der Bergtrotte zu gelangen. Nach jeweils zwei Metern Tiefe wird der Hang gesichert. Bevor dann die Bodenbetonierung erfolgt, wird eine 70 Meter tiefe Bohrung für eine Erdsonde vorgenommen, mit der Wärme mittels Trägerflüssigkeit erzeugt wird. Es wird allerdings nicht bis zum Grundwasser gebohrt. Ab dem nächsten Jahr erfolgt dann der Innenausbau.

von Rolf Hauser, SN