Gemeinde Wilchingen



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26.10.2010
Neunkirch ist nicht mehr „Reblos“

Die Gemeinderäte von Wilchingen und Hallau beschenkten das Städtli anlässlich der diesjährigen Jubiläumsfeier 750 Jahre Stadtrecht Neunkirch mit einem Rebberg. Dieser wurde in einem offiziellen Akt am vergangenen Samstag übergeben.

  

Die drei Gemeindepräsidenten (v.l.n.r.): Werner Pfistner, Hallau, Franz Ebnöther, Neunkirch und Hansruedi Meier, Wilchingen


sgh. Zum festlichen Akt der Rebparzellenübergabe fanden sich am vergangenen Samstagmittag die Behörden von Wilchingen, Hallau und Neunkirch und die interessierten Bewohner der Klettgauer Gemeinden beim Reservoir „Schinderwase“ im Ortsteil Osterfingen ein. Der Gemeindepräsident aus Wilchingen, Hansruedi Meier begrüsste die Gäste und gab in seiner Rede die Entstehung dieser Idee weiter. An den zehn Rebreihen, die eine Fläche von 2.67 Aren einnehmen, wachsen Riesling-Silvaner Trauben, die zur Herstellung des fruchtigen Weissweins gepflegt und gekeltert werden. Laut Hansruedi Meier ergibt die Ernte neun Flaschen Wein jährlich, die zum Verzerr an den gemeinsamen Sitzungen der Gemeinderäte bestimmt sind. Es sollte, zur Erhaltung dieser Tradition an die Nachkommen, grundbuchamtlich eingetragen werden, dass diese Schenkung diese Bestimmung über die nächsten Generationen erfüllen solle, was aber vom Grundbuchamt als „zuwenig ernsthaft“ abgelehnt wurde. So stellte Hansruedi Meier vor der versammelten Gästeschar einen Antrag, in dem diese Bestimmungen für die kommenden Generationen der Gemeinderäte Hallau, Wilchingen und Neunkirch festgehalten war und bekam dafür ein einstimmiges Ja. So wird auch in Zukunft eine Zusammenarbeit zwischen den Klettgauer Gemeinden stattfinden und  ein Austausch in fröhlicher Runde gesichert sein. Des Weiteren gab Hansruedi Meier seiner Freude Ausdruck, dass nun Neunkirch nicht länger Reblos sei. Ebenso sprach der Gemeindepräsident dem Pächter Markus Gysel, der nun auf diese Reben verzichtet, seinen Dank aus und schloss seine Rede mit den Worten: „Geben ist seeliger, als Nehmen.“

Franz Ebnöter, Gemeindepräsident aus Neunkirch, bedankte sich seinerseits für dieses Geschenk an schönster Lage. Der herrliche Rundblick von diesem Punkt aus sei einfach einmalig. Max Wildberger, ein Neunkircher Bürger, schenkte dem Städtli eine Sitzbank, die hier, im Rebberg ihren Platz finden soll, damit die Neunkircher das ganze Jahr über den Ausblick geniessen und sich von den Spatziergängen hierher erholen können. Trotz Stolz auf ihr Städtli, das eine hervorragende Infrastruktur zu bieten hat und es ihnen eigentlich an nichts fehle, beschlich die Neunkircher in den Herbsttagen jeweils etwas Wehmut, wenn alle Nachbarsgemeinden am Herbsten waren und ihre Herbstfeste gefeiert hatten, gab Franz Ebnöter weiter, das sie nun gleichziehen können, sei schon eine Freude. Im Mittelpunkt steht jedoch das Verbindende, das zwischen den Gemeinden stattgefunden hat, stattfindet und auch in Zukunft stattfinden wird. So freut sich auch der Neunkircher Gemeindepräsident heute schon auf frohe Stunden beim kredenzen des Produktes.

Als Symbolik des gemeinsamen Weges, sieht Werner Pfistner, Gemeindepräsident aus Hallau, den Weinberg. Sein Appell galt den Rebbauern, die das Stück bewirtschaften, sie sollen auf eine hervorragende Pflege bedacht sein, damit der Neunkircher wohlschmeckend- und nicht etwa sauer herauskomme. Ebenso gab er an, dass wenn die neun Flaschen nicht reichen sollten, sich in Hallau bestimmt noch Nachschub finden lasse.

Der feierliche Übergabeakt war von viel Fröhlichkeit bestimmt, die beim anschliessenden Apéro, zu dem es Herbsterschüblig aus Hallau und Riesling aus Wilchingen gab, anhielt.