Gemeinde Wilchingen



News

03.10.2011
Drei wunderschöne Festtage in Wilchingen

Einmal um die ganze Schweiz, vom Unterdorf bis ins Oberdorf – Die Wilchinger Herbstsonntage unter dem Motto „Grenzwäg“ zogen so viele Besucher an, wie noch nie.

sgh. „Die Ausstellung ist dieses Jahr ganz besonders schön und sehenswert.“ Dieses Kompliment vergab eine Besucherin dem OK Herbstsonntage Wilchingen und den Dorfvereinen, die in stundenlanger Arbeit Exponate zum Thema „Grenzwäg“ geschaffen hatten. Der „Grenzwäg“ führte entlang der Hauptstrasse, einmal um die ganze Schweiz. Nach dem Passieren des Grenzbalkens im Unterdorf, wurden die Besucher der Wilchinger Herbstsonntage vom Kanton Schaffhausen begrüsst. Vorbei am Munot, gelangte man direkt zum Bodensee im Kanton Thurgau. Bei den sommerlichen Temperaturen, die am ersten Wochenende das Fest begleiteten, bot der nachgebaute See den Kindern eine willkommene Abkühlung. Auf den Kanton St. Gallen machten zwei Riesen- Olma- Bratwürste aufmerksam, daneben stand eine Waschmaschine, gefüllt mit Geld, die mit der Landesflagge, des Nachbarstaates Liechtenstein geziert war… Auch das Nachbarland Österreich wurde- wie sollte es anders sein- mit Witzen über die Nachbarn dargestellt. Auf dem grossen Kinderspielplatz, der von der Pfadi und der Jungschar betreut wurde, vergnügten sich die Kinder und Jugendlichen auf dem Fallbalken, dem Trampolin und beim Unihockey- Büchsenschiessen. Der Kanton Graubünden, gestaltet vom Männer- und Frauenchor Wilchingen, zeigte sich mit seinen Burgen, Bergen und einer Kutschenfahrt im Winter. Auch die Steinböcke, der Alpöhi und das Heidi durften hier natürlich nicht fehlen. Weiter führte der „Grenzwäg“ in den Kanton Tessin, mit dem Gotthardtunnel und einer gemütlichen Weinpergola, von der Männer- und Frauenriege arrangiert. Im Kanton Wallis konnten die Herbstsonntag- Besucher sogar das Matterhorn besteigen. Auf dem Gipfel bot sich den „Bergsteigern“ eine Aussicht übers ganze Fest. Nach dem gefahrenfreien Abstieg erreichte der „Grenzwäg- Wanderer“ bereits den Genfersee und die Kantone Waadt und Genf. Neuenburg und Jura folgten mit einer Uhren- Ausstellung, die beiden Basel wurden vom Turnverein auf einem Riesentisch in 3D dargestellt. Der Kanton Aargau konnte nicht übersehen werden, denn der dort positionierte AKW- Kühlturm hüllte regelmässig die umliegende Gegend in Dampf. Natürlich durften im Aargau auch die Rüeblitorten und die hölzernen Rheinbrücken nicht fehlen. Der Kanton Solothurn versteckte sich in einer Rätsel- Box, die es zu knacken galt, bevor zum Abschluss der Kanton Zürich mit einem „Böög“ und einer informativen Tafel zur Zürcher Landesgrenze, gebaut vom Schützenverein, die Ausstellung beschloss.

Am Kulturplatz und vor dem Festzelt sorgten wiederum verschiedene Musiken für Unterhaltung. Ob Simon, das Handharmonikatalent, die Dixieband „Old Iron Stampers“ oder die „Stadtmusik  Eintracht Zürich“, alle sorgten mit ihren unterschiedlichen Musikstilen für tolle, abwechslungsreiche Unterhaltung. Gerne genutzt wurde an beiden Herbstsonntagen das Angebot, mit Ross und Wagen zur Höhle „Winterlislöchli“ chauffiert zu werden. Diese gemütliche Fahrt durch die Rebberge wird jeweils von Jung und Alt sehr genossen. Immer ein Hingucker sind die mit Fantasie und Liebe geschmückten Dorfbrunnen, die auch in diesem Jahr dem Motto entsprechend gestaltet wurden. Versehen mit Grenzsteinen, Grenzwächtern oder einer „grünen Grenze“, fügten sie sich harmonisch in die Ausstellung ein.

Bereits am Samstagabend, den 24. September, füllte sich die Wilchinger Hauptstrasse mit so vielen Leuten, dass in den vielen Beizen kaum ein freier Platz zu finden war. Im Festzelt auf dem Gemeindehausplatz fand eine Country Nacht statt. „Die Stimmung war grossartig, die Musik und die Linedance Vorführungen kamen beim Publikum sehr gut an“, freute sich einer der Organisatoren der Männerriege. Um 21.30 Uhr erlöschte die Strassenbeleuchtung, um das Augenmerk auf den Höhepunkt des Abends  zu lenken. Während 13 Minuten erleuchtete ein grandioses Feuerwerk, von passender Musik begleitet, den Nachthimmel und faszinierte einmal mehr die Zuschauermenge. „Es war wieder wunderschön und zusammen mit der Musik, einfach noch viel imposanter“, meinte eine Zuschauerin nach dem Spektakel. An diesem lauen Herbstabend blieben die vielen Gäste noch lange im Freien sitzen und genossen das Fest. In der Oldie Bar und in der Bar der Landjugend wurde gar bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Drei wunderschöne Festtage liegen hinter den Wilchingern. Allerdings bleibt ein kleiner Wermutstropfen. In der Nacht vom 24. auf den 25. September, wurden aus der Ausstellung zwei Dinge entwendet: Zum einen eine Perücke, die dem „Heidi“ abgenommen wurde und zum Anderen, eine Zolluniform (Oberteil), die am Dorfeingang einer Puppe angezogen war. Da beide Dinge jemandem gehören, der es wiederhaben möchte, wäre es nichts als Recht, die „ausgeliehenen“ Sachen zurückzugeben. Die „Fundgegenstände“ können im Storchen, bei der Garderobe im ersten Stock (vor der Gemeindekanzlei) deponiert werden. Vielen Dank!