Gemeinde Wilchingen



News

09.11.2011
"Storchen" erstrahlt in neuem Glanz

 

SN-Artikel vom 5.11.2011 von Nora Cetin

Das neue Gesicht des «Storchen»-Saals sorgt bei den Wilchingerinnen und Wilchingern für positiven Gesprächsstoff. Die Umbauarbeiten im Wilchinger Verwaltungsgebäude Storchen sind abgeschlossen. Gestern Abend fand die Eröffnungsfeier im modernisierten «Storchen»-Saal statt.

Die Wilchinger Einwohnerinnen und Einwohner hatten gestern Abend Gelegenheit, ihr renoviertes Verwaltungsgebäude erstmals wieder von innen zu sehen.

An die früheren Zustände im alten «Storchen»-Saal können sich die Leute noch sehr gut erinnern, und diese Erinnerungen sind durchaus nicht überwiegend positiver Art. Die schlechte Akustik, eine Lüftung, die nur bedingt funktionierte, und die Holzverkleidung im Saal - traurige Gesichter gab es beim Anblick des modernisierten Saals keine. Dabei bleiben viele Erneuerungen dem Auge des Betrachters verborgen, so etwa die neue Lüftung oder die technische Ausstattung der Räumlichkeiten. Das, was man vom Umbau visuell wahrnehmen kann, ist dezent-modern. Der Saal lässt sich mit geräuschneutralisierenden Schiebepaneelen in zwei Bereiche unterteilen, sodass sich zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten ergeben. Zurückhaltende Farbgestaltung, ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept und grosszügige Fenster, die viel Licht ins Innere lassen, schaffen eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Gäste wohlfühlen können. «Wir sind stolz auf das Ergebnis. Unser Verwaltungsgebäude ist jetzt wieder repräsentativ», freut sich Gemeindepräsident Hans Rudolf Meier. Seit dem Bau des «Storchens» vor rund vierzig Jahren seien keine grösseren Arbeiten in und am Gebäude durchgeführt worden, einzig das Mobiliar der Verwaltungsräume sei vor zwanzig Jahren einmal erneuert worden. «Es gibt leider immer noch ein paar Dinge, die wir noch erneuern müssen, zum Beispiel den Lift und die sanitären Einrichtungen, aber ich bin sicher, dass alle, die die Säle nutzen, sehr viel Freude an den Neuerungen haben werden», sagt Meier.

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Freude am Resultat seiner Arbeit hat auch Architekt und Gemeinderat Maurizio Nardi, der das Projekt als Bauleiter betreut hat. «Die grosse Herausforderung für das Architekturbüro Linearis war, dass wir viele Anliegen und Wünsche der örtlichen Vereine, aber auch Bestimmungen und Vorschriften in Einklang mit dem Budget bringen mussten», erzählt Nardi. Dann hätten Prioritäten gesetzt werden müssen, man habe sich viele Gedanken über die Ziele, aber auch über die Umsetzung der Renovation gemacht. «Innenarchitektonisch wollten wir auf jeden Fall weg von der Skihüttenoptik», meint Nardi schmunzelnd. Das optische Facelifting schlage in der Bauabrechnung nicht mit riesigen Beträgen zu Buche, es seien andere Bereiche des Umbaus gewesen, die viel gekostet hätten. «Ein grösserer und kostenintensiver Teil der Erneuerungen ist nicht sichtbar, war aber zwingend notwendig, um die heutigen Bestimmungen zu erfüllen und den feuerpolizeilichen Anforderungen zu genügen», betont der Architekt. Zu diesen unsichtbaren Neuheiten gehöre die neue Lüftung, die für einen ständigen Luftaustausch und damit konstant für frische Luft sorge, aber auch die Wärmedämmung, die einen sinnvolleren Energiehaushalt ermögliche. Die Anpassung an feuerpolizeiliche Vorschriften erlaube nun eine Belegung des Saals mit insgesamt 300 Personen. Die Akustikdecke und die moderne technische Ausrüstung machen ein komfortables Sprechen und Verstehen, auch für Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, möglich. Eine Audio-Video-Anlage auf dem neusten Stand der Technik ergänzt die Ausstattung des Saals.