Gemeinde Wilchingen



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06.12.2012
Ein weiteres PREWO-Projekt wurde fertiggestellt

Der Umbau der Rötiberg- Kellerei wurde mit einem kulturellen Anlass gebührend gefeiert. Die anwesenden Künstler ermittelten ihren Lieblingswein, um ihn mit ihrem Namen zu ehren.
Von Sandy Gasser
„Wir wollten für den speziellen Umbau, einen speziellen Anlass“, so Bea Steinemann, die als Geschäftsführerin der Rötiberg-Kellerei in Wilchingen, am Samstag viele Gäste zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten begrüssten durfte. „Mit dem neuen, schönen Verkaufs- und Degustationsraum, konnten wir für unsere schönen Weine eine würdige Umgebung schaffen“, freute sich die Geschäftsführerin über das Entstandene.
Diesem feierlichen Anlass zuliebe kamen die Gäste in den Genuss von diversen, künstlerischen Darbietungen. Im ersten kulturellen Teil des Nachmittages philosophierten Peter Hartmeier, ehemaliger Chefredaktor des "Tages-Anzeiger" und Rüdiger Safranski, Schriftsteller und Philosoph, über die Kunst und Kultur des Genusses. Nach einer Pause stand dann ein Improvisationsauftritt vom einheimischen Dichter Hans Ritzmann, dem „Vater“ des „Dichterwii“ und von Ralf Schlatter, Autor und Kabarettist auf dem Programm. Begleitet wurde der Auftritt mit Zwischenspielen auf dem Hackbrett von Noldi Alder.
Die offizielle Einweihung wurde dann vom Wirtschaftsdirektor des Kantons Schaffhausen, Ernst Landolt, vorgenommen. Ihn freute es besonders, dass der Anlass für die Region zukunftsweisend sein könnte. Mit diesem Umbau wurde nämlich auch ein weiteres PREWO-Projekt fertiggestellt. „Neues und Originelles zu wagen, braucht immer auch Mut“, wandte sich der Regierungsrat an Bea Steinemann und Sebastian Gerner, den Kellermeister der Rötiberg-Kellerei und gratulierte den Beiden dazu, dass sie mit diesem Anlass den Mut bewiesen, etwas Neues zu probieren. „Damit die Leute her kommen, muss man ihnen auch etwas bieten“, davon ist der Wirtschaftsdirektor überzeugt. Er freue sich, wenn in Zukunft, wenn die Wein Welt Wilchingen einmal fertiggestellt sei, auch dort nicht nur guter Wein, sondern auch immer wieder kulturelle Events genossen werden können. Abschliessend wünschte Ernst Landolt allen Gästen viel Genuss bei der Degustation, wobei er selber gespannt sei, welche Weine von den Kunstschaffenden mit derem Namenszug geadelt werden. Zur Auswahl standen den vier Künstlern zwei Weiss- und vier Rotweine, die alle, auch die anwesenden Gäste, zusammen probierten. Es stellte sich hier schnell heraus, dass die vier Künstler, Rüdiger Safranski, Ralf Schlatter, Noldi Alder und Barocksopranistin Simone Kermes nicht nur in unterschiedlichen Kunstrichtungen arbeiten, sondern auch in Sachen Genuss unterschiedliche Wege gehen. Simone Kermes empfand die Weine im Allgemeinen als etwas zu warm, sie gehöre zu den Weintrinkern, die den Wein etwas kühler trinken und wenn nötig mit Eiswürfeln nachhelfe. Noldi Alder sprach in Bildern, wie dass er beim Pinot Blanc an ein Nachttischchen denken müsse und beim Chardonnay an die Wechseljahre. Ralf Schlatter stellte sich die Begebenheiten vor, wo und wann er den Wein trinken würde, so wie beispielsweise den Reserve Noir unter dem Kirschbaum im Sommer. Ganz sachorientiert kommentierte Rüdiger Safranski, was er herausschmeckte und stand in einem regen Austausch mit Kellermeister Sebastian Gerner. Die Wahl, welcher Wein in einer limitierten Auflage von 200 Flaschen ihren Namenszug tragen soll, fiel bei Simone Kermes auf den Chardonnay, bei Ralf Schlatter auf den Pinot Blanc, Noldi Alder wählte den Cuveé Noir und Rüdiger Safranskis den Réserve Noir. Zum Abschluss der Weinprobe gab es für alle noch ein Glas „Dichterwii“, der von der Prämierung ausgeschlossen wurde, da dieser Wein bereits in Hans Ritzmann einen Paten gefunden hat. Ein spannender und unterhaltsamer Nachmittag war den Gästen im Rötiberg beschieden. „Ich habe nie mit so vielen Leuten gerechnet“, freute sich Sebastian Gerner ob dem gelungenen Opening und auch Geschäftsführerin Bea Steinemann zeigte sich mit dem Anlass mehr als zufrieden und dankte abschliessend dem ganzen Team und den Künstlern für