Gemeinde Wilchingen



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12.06.2013
Von der „Piazza“ bis zum „grünen Dach“ - Ideen für eine Neugestaltung des Dorfplatzes Osterfingen sind vorhanden

Am vergangenen Freitag folgte eine stattliche Anzahl interessierter Osterfinger der Einladung des Vereins „Osterfingen Punkt“, zu einer Vernissage der besonderen Art. Studenten der Hochschule Rapperswil, im Studiengang für Landschaftsarchitektur, präsentierten ihre Ideen und Projekte zur Neugestaltung des Osterfinger Dorfplatzes in der Turnhalle.

sgh. Die Aufgabestellung an die  Studierenden war es, aus dem ehemaligen Buswendeplatz in der Dorfmitte einen Dorfplatz als Begegnungszentrum für Jung und Alt zu schaffen. Dabei sollte der gegenüberliegende Kindergarten mit dem Spielplatz miteinbezogen werden wobei das Gebäude als Begegnungszentrum seinen Zweck erfüllen soll. Prof. Dipl.- Ing. Andrea Ceijca, Dozentin an der Hochschule Rapperswil gab den Anwesenden einen kurzen Einblick in das Schaffen der  Studenten. Diese seien vom Dorf, sowie auch von der wunderschönen Gegend sehr angetan gewesen, so, dass zum Teil Projekte entstanden seien, die das ganze Dorf beträfen. In ihren Arbeiten sah man auch, dass sich die Studierenden mit der Dorfkultur, der Geschichte und den Menschen in Osterfingen auseinander setzten. Nebst den Vermessungsarbeiten, die ja fundamental zu so einer Arbeit gehören, sind auch die hiesigen Materialien, typischen Farben und sogar Gerüche aufgenommen worden und in die Arbeiten eingeflossen.
Die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten erläuterten die Studentinnen und Studenten den Anwesenden gleich selber. Ob der Vielfalt der Ideen waren die Besucher dieser Vernissage bewundernd angetan. Die Idee „Piazza“, beispielsweise, entstand mit dem Hintergrund, den Platz so zu gestalten, dass das Wachstum des Dorfes, entlang des Baches, der heute unter der Dorfstrasse verläuft, darzustellen. In diesem Projekt würde im Bereich des Dorfplatzes, in einer Rinne der Bach wieder hervorgeholt. Als Abtrennung zur Strasse hin hat der Student vorgesehen, Fugen in den bestehenden Asphalt zu fräsen und diese zu bepflanzen. Zentral auf dem Platz würde eine Linde als Schattenspender dienen. In den Mittelpunkt stellte eine andere Studentin den Rebbau. Sie hat ihrem Projekt den passenden Namen „grünes Dach“ gegeben. In dieser Idee würden verschiedene Rebsorten, eine Drahtkonstruktion überwachsen, im Bereich des Dorfplatzes, über die Strasse bis hin zum Kindergarten. Sie sah ausserdem im Bereich des Kindergartens einen „langen Tisch“ vor, der für gemeinsame Aktivitäten, Feste und ähnliches genutzt werden könnte. Mit verschiedenen Rundplätzen auf dem Dorfplatz, die alle mit anderen Materialien bestückt würden, wollte ein Student eine offene Zone schaffen, mit vielen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen. Die Rundplätze finden im Areal des Kindergartens ihre Fortsetzung, dort wegen der Hanglage auf verschiedenen Höhen. In diesem Bereich soll mit einer üppigen Bepflanzung eine geschlossene Zone entstehen, im Projekt mit dem passenden Namen „Öffnen und Verbergen“.
Gut zwanzig Projekte konnten an der Vernissage begutachtet werden. Ob eines der Projekte, so wie vorgestellt  verwirklicht wird, sahen die meisten Anwesenden als unwahrscheinlich an. „Es sind so viele gute Ideen darunter, man kann sich nicht für eine einzelne entscheiden“, meinte ein Besucher. Dieser würde es eher sehen, aus den verschiedenen Projekten die besten Elemente zu einer neuen Gestaltung zusammenzufügen. Der Verein „Osterfingen Punkt“ ist jedenfalls offen für Ideen und Hinweise aus der Bevölkerung, was eine Neugestaltung des Dorfplatzes betrifft und lud an diesem Abend interessierte Dorfbewohner zur Mitarbeit für dieses Anliegen ein. Profitiert hat nicht nur der Dorfverein von diesen Projekten, auch die Studenten der Hochschule Rapperswil waren nach eigenen Aussagen dankbar um diese interessante, vielschichtige Aufgabe, die an sie gestellt wurde. Nun bleibt es abzuwarten, was in Osterfingen daraus entstehen wird.